Lawi No Wind/Roubaix: Isolationsschicht für die Haut

Lawi No Wind/Roubaix: Isolationsschicht für die HautKlare Linien, markantes und funktionales Design. Schlichte Ansprüche, an eine Hose für die kühle Jahreshälfte – ein Nonplusulltra für das Training. Als wir beim deutschen Vertrieb der im tschechischen Dobrovice beheimateten Firma nachfragten, ob sie eine derartige Hose im Programm hätten, bot man uns ein Modell, dessen Entwurfsphase nur wenige Wochen zurücklag. Gemeinsam mit dem deutschen Profi André Schulze (Euskaltel-Euskadi) entwickelt, hat diese Hose alles, was man sich wünscht. So jedenfalls lautete das Statement, mit welchem man uns die Lawi No Wind/Roubaix überlies. Aber hat sie das wirklich?

//Ausstattung

Unser Testmodell ist, wie ein Großteil vergleichbarer Hosen anderer Hersteller, in schwarz gehalten. Lediglich das rot abgesetzte Firmenlogo auf dem Gesäßbereich sowie die weißen Schriftzüge auf dem Oberschenkel bilden eine Ausnahme. Am Bauch vermissen wir einen Reißverschluss, der nicht nur den Einstieg in die Hose erleichtern, sondern sich auch im Notfall als nützlich erweisen würde. Einen wohlwollenderen Eindruck hinterlassen da die Partien am Ende des Beines. Hier sind an den Fersen Reißverschlüsse eingearbeitet. Die Füße selbst umschließen zwei Schlaufen.

Lawi No Wind/Roubaix: Isolationsschicht für die Haut

So viel zum Äußeren, schließlich steckt die wahre Funktion der Hose im Detail. Das merkt man, sobald man die mit feuchtigkeitstransparentem Mesh versehenen Träger über die Schultern gezogen hat. Anatomisch geschnitten, passt die Lawi No Wind/Roubaix am besten in der gebeugten Radfahrhaltung.

Hinter dem auf das Wesentliche reduzierten Namen verbirgt sich ein weiteres Feature. Von den Hüften abwärts ist eine mit winddichtem No-Wind-Material, welches Lawi ab und an auch als Gavia-Material beschreibt, versehene Stoffbahn in die innen komplett aufgefleecte Hose eingenäht. Diese Bahn endet unterhalb der Knie und sorgt so für eine sehr gute Wärmeisolierung des oberen Beinbereichs. Die Waden werden durch Bahnen mit Roubaix-Material warmgehalten.

//Fazit

Deutlich merkt man der Hose den Einfluss professionellen Know-hows an. So kommt sie ohne Sitzpolster, was es einem erlaubt, in den kälteren Monaten die geliebte Bib mit dem verträglichen Polster drunterzuziehen. Des Weiteren überzeugt sie durch die durchdacht eingearbeiteten Features, angefangen von der winddichten Stoffbahn über den Knien bis hin zu den Reißverschlüssen im Fersenbereich. Zwar sind diese nicht zwingend erforderlich, das Anziehen der ansonsten sehr eng sitzenden Hose erleichtern sie aber ungemein. Die Passform ist ein weiteres Plus der No Wind/Roubaix. Richtig angezogen, bleibt alles dort, wo es hingehört. Ein Verrutschen des Stoffes, wie es gerade in den Kniekehlen lästig sein kann, können wir nicht festhalten. Auch einen Sturz auf glattem Asphalt hat die Hose ohne Probleme weggesteckt.

Lawi No Wind/Roubaix: Isolationsschicht für die Haut

Vielleicht könnte man die Optik der Reißverschlüsse als Kritikpunkt aufführen, allerdings würde man dann ihrer tadellosen Funktion nicht gerecht. Sie schließen schnell und sauber, auch nach mehrmaligem Einsatz. Daher bleibt der bereits angemerkte fehlende Reißverschluss im Bauchbereich das einzige Manko der ansonsten sehr gut verarbeiteten Hose. Übrigens, wer Wert auf Funktionalität legt, die zudem individualisierbar ist, der liegt bei Lawi richtig. Schließlich sind die Tschechen spezialisiert auf die Anfertigung von Kleinserien, die sich zwar im Design, nicht aber in der Qualität der Logo-Serien unterscheiden.

Testbericht von www.velomotion.de - Die Radsport-App

www.velomotion.de - Die Radsport-App

Fotos: Rick Schubert